Hallo ihr,
ich glaube mir ging es schon lange nicht mehr so schlecht. ich meine nicht schlecht, weil ich gerade mal für einen Tag etwas behindertes Erlebe. ich glaube ich bin in einer Krise.
kennt ihr noch meine "fünf+eins-Säulentheorie" von vor einigen Jahren?
Meine Lebenssäulen wackeln gerade alle sehr kräftig. Nichts ist konstant alles wackelt, wie bei einem heftigen Erdbeeben.
Meine Liebessäule ist seit sechs jahren eine kleine Salzstange, die dauernd zu brechen droht.
meien Familiensäule wackelt derzeit auch ganz schön.
Meine Freundschaftssäule fällt aus mehreren Gründen fast auseinander.
Fangen wir mit der Sache an, über die ich schon in den letzten Posts so sauer war. Ein Kumpel hat mich enttäuscht, ganz schön doll. Und er ist eins ehr armer Mensch. Sehr, sehr, sehr arm und kindisch und weltfremd und naiv. und das Zitat hier passt perfekt zu ihm:
Zweites problem:
ich glaube ich erwarte einfach zu viel von Menschen, weil ich selbst immer so viel gebe. Das ist auch nicht immer besonders toll für die Personen. Niemand kann meinen "Ansprüchen" gerecht werden, selbst wenn die Personen das gerne würden. Vieles liegt also an mir. An mir liegt auch, dass ich so schnell zu enttäuschen bin, weil ich immer alles will, am besten perfekt. Nicht diese Art von Perfektion, die man von vielen kennt. Perfekte Haare, perfekter Körper, perfekter Freund, perfekte Freunde, perfektes Leebn. ich liebe die unperfekte Perfektion. Ich bin viel zu komplizietr für die menschheit. ich bin genervt von mir selbst und gleichzeitig traurig darüber, wie es sich anfühlt, wenn man meine erwartungen nicht erfüllt. Jedes verdammte mal aufs neue. Ich bin doof.

Ich bin gerade total gestresst. Mein ganzes leben füht sich so müde an, als würde ich alles nur noch tun, weil ich es MUSS. Ich erfülle alle Dinge, die passieren müssen nur noch, weil ich sonst nicht in die Gesellschaft passe, weil sonst einfach alles zusammenbrich. Ich bin müde davon, aber ich kann nicht aufhören.

Und jetzt das was mir gerade irgendwie am meisten weh tut. Es fühlt sich an, als würde gerade etwas kaputt gehen. Eine Freunschaft. Ich hatte das schonmal mit einer sehr guten Freundin. Wir haben uns abgöttisch geliebt und wir hatten immer ein Seil an dem am Ende auf jeder Seite ein Knoten war. Und je mehr passiert ist, desto stärker haben wir gezogen, auf unseren Seiten und es war lange Zeit scheiß egal, wie doof etwas war, wir uns so sehr von einander entfernen, wie wir wollten, am Ende war der Knoten und der hat uns immer wieder Halt gegeben und uns aufgehalten uns von einander zu entfernen. Aber irgendwann kam eine Zeit und plötzlich war da kein knoten mehr. Er hatte sich einfach aufgelöst und obwohl wir beide darum kämpfen wollten, konntzen wir nicht daran festhalten, weil da einfach nichts mehr war, was uns aufgehalten hat uns von einander zu entfernen. Jetzt liegt das Seil in einer Ecke unter meinem Bett. Es besteht aus Fotos und Erinnerungen an eine Wunderschöne Zeit, aber wir halten es nicht mehr in der Hand, weil es einfach nichts mehr gibt, worüber wir reden können, außer über die Erinnerung. Wir sind schon lange keine Freunde mehr.
Und jetzt, jetzt gerade fühlt es sich so an als würde das wieder passieren. Wir haben keine Themen mehr zum eden, wir haben unterschiedliche Leben, obwohl wir uns ein Leben teilen und irgendwie ist nichts mehr so wie es war, alles ist anders.
Ich kann nicht sagen, dass wir nicht mehr für einander da sind, das sind wir. aber ich frage mich, wann wir das letzte Mal zusammen gelacht haben, wann wir das letzte mal einen tag zusammen verbracht haben und vor lachen nicht mehr atmen konnten. Ein Tag, der in die Geschichte eingeht, weil er so wunderbar war. Sowas hatten wir früher täglich. Inzwischen kann ich mich nur noch an Tage erinnern an denen die Treffen entweder in schweigen enden oder an Tage an denen wir betrunken sind oder an Tage wo ich weine. Wo es mir wirklich schlecht geht. Sie ist immer da, wenn es mir richtig schlecht geht und dafür bewundere ich sie. aber für die Täglichen schwierigkeiten des Lebens? die nerven sie, das kann ich auch verstehen, weil ich eins ehr dummer mensch bin. ich will auch gar keine Vorwürfe machen, weil sie einfach keine schuld trägt, also halt nicht so richtig. niemand hat schuld, ich hab schuld, aber irgendwie auch nicht so richtig. wir sind einfach so wie wir sind und das passt gerade irgendwie gar nicht zusammen. Und das ist so traurig, das tut mir so weh, weil ich einfach das gefühl habe, dass ich das alles nicht will. Ich will es aufhalten und ich will, dass alles wieder so ist wie es war, aber ich hab gerade so verdammte Angst, dass da kein Knoten mehr ist. . . ich hab solche Angst!!

Und das hier: das ist ja das übliche problem. aber es tut weh, jeden verdammten Tag tut es weh, als wäre die Wunde frisch. Ich sterbe bestimmt nochmal daran.
Seht ihr? Nichts läuft so richtig gut, außer die Schule und die Arbei´t, aber ein haus auf Zwei Säulen droht bei einem Erdbeben ständig zu brechen. . . .
Bis die Tage,
eure Twee :)